Hôtel Le Valois d'Escoville
Ursprung
Der Bau, der zum Sitz der Akademie werden sollte, wurde benannt nach seinem ersten Inhaber Nicolas Le Valois d’Escoville. Er war aber auch lange Zeit und bis ins 19. Jh. bekannt unter dem Namen Hôtel du Grand Cheval. Errichtet wurde das Gebäude durch die Le Valois, eine alte Familie aus Lisieux, die auch später in Caen eine bedeutende Rolle spielte.
Nicolas Le Valois entspross der Ehe zwischen Jean Le Valois und Charlotte La Bigne. Er wurde 1495 geboren und begründete den Ruf der Familie. Er trug den Titel Ecuyer Seigneur d’Escoville (Ritter und Herr von Escoville). Nicolas Le Valois hatte vier (nach anderen Quellen fünf) Söhne. Es sind davon zu erwähnen:
Bald darauf sollte das Haus Le Valois erlöschen.
Nicolas de Valois war ein sehr tüchtiger Mann, der sich in seiner Freizeit dem Studium der Philosophie hingab, aber auch geheimnisvollen alchemistischen Spekulationen nachging. Diese Neigungen gaben zweifellos Anregung zu den verschiedenen Skulpturen, die das Gebäude schmücken.
Näheres zum Stadtviertel Saint-Pierre: am Fusse des Schlosses gelegen, umfasste es die Wohnsitze der reichsten Familien der Stadt, und es gab deren viele. Diese Lage im Herzen der Stadt gibt weitgehend Aufschluss auf die Entstehung und das Schicksal des Hôtel d‘Escoville. So erklärt sich einerseits der Wunsch des Nicolas Le Valois, das Haus von Jeaan de la Bigne zu erwerben, um es gleich abzureissen und völlig neu zu errichten, andererseits aber auch die Bestimmung dieses Gebäudes, dass nacheinander als Rathaus, Sitz der Akademie benutzt wurde, später auch das Konsulargericht und die Handelsbörse beherbergte, ganz einfach weil es sich um einen geräumigen und prunkvollen Bau handelte, der inmitten eines zentralen Stadtteils lag.